@bauen@Eine ungewöhnliche Idee, um den Dorfkern zu stärken

Mai 2019, Heimenkirch

Bgm. Markus Reichert und Gerd Müller.
Bürgermeister Markus Reichert und Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Markus Reichart, grüner Bürgermeister von Heimenkirch, geht Problemsituationen mutig an.

Heimenkirch in Westallgäu ist ein langezogenes Straßendorf entlang der Bundesstraße und der Eisenbahntrasse. Deshalb lautet der Slogan des Ortes „So lang, so gut„.

Es macht kaum Sinn am Gemeinderand Baugebiete auszuweisen und den Ortskern zum „Westernort“ verkommen zu lassen. Es gibt Leerstände und unbebaute Bauplätze, für die es gute, zeitgemäße Ideen gibt: Die große Gastwirtschaft, direkt neben der Kirche steht seit Jahren leer – 19 barrierefreie Wohnungen sollen hier entstehen, im EG sollen medizinische Dienstleister, Gewerbe und Begegnungsräume bald den Ortskern bereichern. Um eine der begehrten Wohnungen im Zentrum der Gemeinde zu erhalten, verpflichten sich Senioren, die bis dato ein Einfamilienhaus in Heimenkirch bewohnt haben, im Gegenzug, ihr Haus an eine Familie zu verkaufen oder vermieten.
Der Ort nimmt Geld in die Hand, um Wohnraum zu schaffen und so die Infrastruktur im Dorf zu erhalten und die Dorfgemeinschaft weiter zu fördern. Eine Win-Win-Situation, denn sie ermöglicht Senioren ihr oft zu groß gewordenes Heim gegen altersgerechtes Wohnen im Ortskern einzutauschen und eröffnet Familien, die dringend Wohnraum brauchen, neue Optionen – ohne zusätzlichen Boden zu versiegeln und neue Baugebiete auszuweisen.

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AnjaOdendahl