Fasching ohne Alkoholica

2008:
Die Stadt Ochsenfurt, Lkr. Würzburg, zeigt, dass es möglich ist, dass es auch bei 10.000 Besuchern möglich ist, keine harten Alkohlika von den Faschingswagen herunter auszuteilen. Bier, Sein und Sekt seien weiterhin erlaubt.
Alle teilnehmenden Zuggruppen haben unterschreiben, dass sie sich an diese Vereinbarung halten.  Die Wagenbegleiter müssen mind. 23 Jahre als ein und sich dazu verpflichten, die Jugendschutzgesetze zu beachten.
Die Aktion „Schnaps-frei – wir sind dabei!“ wird vom Fastnacht-Verband Franken unterstützt.

2009:
"Schnapsfrei – sei dabei", unter diesem Motto sollten in der kommenden Saison alle Faschingsumzüge im Landkreis stehen, sagte Kreisjugendpfleger Stephan Junghans bei der Arbeitstagung der Bürgermeister im Landratsamt.

Es gehe darum, bei allen Umzügen die harten Alkoholika wie Schnäpse, Branntwein, Likör und sogenannte Alcopops, zu untersagen. "Wenn ein Zwölfjähriger mit 2,4 Promille Alkohol in der Klinik liegt, ist der Spaß vorbei", meinte Junghans.

Im vergangenen Jahr habe die Stadt Ochsenfurt erstmals ein Sicherheitskonzept gemeinsam mit der Polizei und dem Kreisjugendamt erarbeitet, das vor allem dem Jugendschutz dienen soll. Das Konzept wurde sehr erfolgreich beim Faschingsumzug 2009 umgesetzt.

Wein, Bier und Sekt dagegen seien Kulturgüter und sind auch weiterhin erlaubt, so der Kreisjugendpfleger: "Ich würde mich dagegen verwehren, einen Zug komplett alkoholfrei zu machen." Natürlich müssen dabei immer die Jugendschutz-Bestimmungen eingehalten werden.

Junghans appellierte an die Bürgermeister, sich am Ochsenfurter Modell zu orientieren oder sich beim Kreisjugendamt nähere Informationen einzuholen. Die Aufklärungsarbeit habe jedenfalls bewirkt, dass es deutlich weniger Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz gibt.

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AnjaOdendahl